Werkschau 2018

Die Erde zwischen Harmonie und Zerstörung

Für die Jahresausstellung 2018 wählten die Mitglieder eine Werkschau, in der sie sich mit ihren aktuellsten, nicht veröffentlichten Arbeiten, bei frei wählbaren Themen und mit ihrer eigenen Arbeitstechnik, präsentieren konnten. Es war schon ein spannender Prozess, die eingereichten Arbeiten zu sichten und die von den Künstlern erstellten Texte, die ja unabhängig voneinander entstanden sind, zu lesen.

Das Spektrum der Themen und Motive reicht von der Geburt der Flora, der nicht geplanten Zerstörung bei einer Detonation, der Bedrohung, dem Verfall aber auch der Romantik der Natur, den Grausamkeiten des Krieges bis zur persönlichen Vision des Weltunterganges. Ebenso werden die vier Grundelemente Feuer, Wasser, Luft und Erde angesprochen. Arbeiten, die sich u. a. mit der menschlichen Flugkunst auseinandersetzen, Fluch und Segen des Wassers umkreisen oder sich fotografisch  mit der scheinbaren  Überwindung der Schwerkraft  im Tanz beschäftigen. Erst bei der Zusammenstellung dieser Werke ergab sich ein übergreifendes Thema.

Unsere Ausstellung zeigt Nichtalltägliches der einzelnen Künstler und doch ist ein verbindendes Thema, “die Erde, zwischen Harmonie und Zerstörung” entstanden. Diese Verbindung zieht sich, wie ein roter Faden, durch die Ausstellung.

18 von 28 Mitglieder haben sich an dieser BBK Werkschau 2018 beteiligt. Sie nähern sich auf eher emotionale Weise und mit Mut dem Betrachter. Ein Versuch unter die Oberfläche der Motive zu blicken, um die Idee hinter den Bildern zu verstehen,  ist lohnenswert. Man wird dabei Dinge entdecken, die im ersten Moment gar nicht sichtbar waren.

Hilda Groll

  1. Vorsitzende des BBK Harz

Bilder von der Ausstellung

Werkschau 2017

“Bildersturm”, eine Ausstellung im Kreishaus Goslar

Die BBK Regionalgruppe Harz hat sich passend zum Lutherjahr einem Thema gewidmet. Der Satz von Martin Luther „Die Bilder sind weder das eine noch das andere, sie sind weder gut noch böse, man kann sie haben oder nicht haben“ haben 17 Künstler inspiriert. 

Im Forum des Goslarer Kreishauses sind vom 22. Juni bis zum 27. Juli Werke von Karen Aurin, Anna Barth, Hilda Groll, Eva Hennecke, Martina Hesse, Johanna Junk, Thomas Krutmann (Gast), Helmut Lingstädt, Antja Löffler, Hiltrud Esther Menz, Beatrice Nunold, Matalie Prindull, Werner Reichel, Martin Schenk, Svetlana Schneider, Marwan Sharif (Gast) und Thomas Velte aus den Bereichen Malerei, Grafik, Bildhauerei und Fotografie zu sehen. 

Der 2. Vorsitzende des BBK Harz Thomas Velte erläuterte in seiner Begrüßung zur Kunstpräsentation die Herangehensweise der BBK Künstler an dieses anspruchsvolle Thema. „Reformation“ als Thema schien uns allerdings doch gar zu weit gefasst. Es galt, einen Begriff, ein Subthema zu finden, zu dem wir als Künstlerinnen und Künstler Position beziehen konnten. Schnell wurde klar, dass es naturgemäß die Bilder sind, die uns in besonderem Maße betreffen und interessieren. Bilder, die im Kontext der Reformation immer wieder in den Fokus geraten. Spektakulär bleibt im Gedächtnis der „Bildersturm“, zu dem es vielerorts kam. Nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal in der Geschichte wurden Gemälde und plastische Arbeiten zerstört, die als Symbole des alten, des überwundenen, des für falsch erklärten Glaubens ausgedient hatten“, sagte Velte. 

Der BBK Harz bietet zwei Sonderveranstaltungen an: 
… am Donnerstag, 20. Juli, um 18 Uhr einen Vortrag der früheren BBK Harz Vorsitzenden Dr. Beatrice Nunold mit dem Thema „Von der Freiheit im Bilde zu sein – oder können Kunstwerke ermordet werden?“, anschließend Führung mit der BBK Harz Vorsitzenden Hilda Groll

… Finissage am Donnerstag, 27. Juli, um 14:30 Uhr mit einer Lesung von Dr. Friedrich Seven aus seinem Buch „Die Geschichte der Reformation in Goslar“, Musik von Thomas Velte und einer Führung mit der BBK Harz Vorsitzenden Hilda Groll.

Die Veranstaltung ist zu sehen im Kreishaus Goslar, Klubgartenstraße 6, 38640 Goslar, Öffnungszeiten Mo, Di, Mi 8-16 Uhr, Do 8-17 Uhr und Fr 8-13 Uhr.