Ausstellung "Kunst + Kaiser" - 2022

VERNISSAGE

am Dienstag 18.Oktober 2022, um 18 Uhr

in der Kaiserpfalz Goslar

(Adresse: Kaiserbleek 6, 38642 Goslar)


Gruppenausstellung des BBK Harz

Die Ausstellung wird im Rahmen der 1100 Jahrfeier Goslars realisiert.

von 18.Oktober bis 28.Dezember 2022

Ausstellungskonzept

Wie könnte der obere Saal der Kaiserpfalz aussehen, wenn anstelle des Malers Hermann Wislicenus Mitglieder des BBK Harz als Künstler*innen der Gegenwart mit seiner Ausgestaltung betraut wären?
Der saalfüllende Bilderzyklus erzählt von den Herrschafts- und Machtstrukturen und den daraus erwachsenen Konflikten (Kaiser und Papst/Kreuzzüge, der Deal um Goslar und den Rammelsberg, großes Bild im Kaisersaal, Barbarossas Fußfall vor Heinrich dem Löwen …) – und er deutet an, welche Visionen im ausgehenden
19. Jahrhundert zur weiteren Entwicklung Deutschlands und Europas aktuell waren.
Ausgehend von dem kleinen Bild „Ein Greis erzählt der Jugend …“ wollen wir die Geschichte weiterspinnen und – basierend auf dem historischen Erbe der Stadt Goslar – mit unseren künstlerischen Mitteln eine Verbindung zur Gegenwart schaffen.

Mein malerischer Beitrag zu dieser Ausstellung

„Das Kaiserliche Goslar“ (1000-jährige Geschichte im Bild)

Ölgemälde, 95x65 cm, 2008

Die Grundidee des Gemäldes ist, den Geschichtenreichtum Goslars aufzuzeigen und bei den Menschen Interesse an der eigenen Geschichte zu wecken. Nach vielen Recherchen hatte ich eine Vision, in der sich die Geschichte Goslars wie in einem Zeitkaleidoskop entfaltet. Ich machte mich an die Arbeit mit dem Wunsch, dies auf Leinwand umzusetzen. Dieses Gemälde möchte ich als Erinnerung an dem schönsten Zuhause der Herrscher, den jüngeren Generationen Goslars hinterlassen.

Mehr Info zu Bild: https://www.svetlanas-galerie.de/das-kaiserliche-goslar/

„Goslarer Dom“

Ölgemälde, 100x70 cm, 2019

Auch wenn der Goslarer „Dom“ für immer verschwunden ist und wir ihn höchstwahrscheinlich nie wieder neu errichten werden, können wir uns doch vorstellen, wie er heute aussehen würde. Nach vielen Recherchen darüber, wie der Goslarer Dom in jenen fernen Zeiten aussah, konnte ich mir vorstellen und auf Leinwand nacherstellen, wie der Dom damals war und wie er heute sein könnte.

Wer die Goslarer Geschichte kennt, erkennt auch die beiden gespenstischen Gestalten, die am Himmel schweben. Dies ist der Stifter der Kaiserpfalz Goslar, Kaiser Heinrich III. und sein Sohn Heinrich IV. Kaiser und Günstling der Goslarer.

An der Stelle, wo die größte 700 Jahre alte romanische Kirche Norddeutschlands stand, befindet sich heute ein Parkplatz an der Kaiserpfalz. Knapp 300 Jahre zuvor stand hier eine ehemalige Stiftskirche der Hl. Simon und Judas, abgekürzt „Dom“. Seitdem ist viel passiert…

Im Jahre 1819 wurde der Dom für 150 Reichstaler verkauft und zur Nutzung der Steine für den Abbruch freigegeben. Nach zweijähriger Abbauzeit blieb nur noch die Vorhalle übrig, ein Kleinod romanischer Baukunst. Die leichtsinnige und unwiderrufliche Entscheidung, das Gebäude abzureißen, schmerzt immer noch…

Mein Ziel bei diesem Werk war es, mit künstlerischen Mitteln ein malerisches und vielleicht etwas luftiges Bild dieses ehrwürdigen Gebäudes nachzubilden, um den Schmerz ein wenig zu lindern.